Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Digital - Vital: Teil 3

February 5, 2018

Worauf es bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ankommt

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·      Bereit zur Umsetzung: Den eigenen Fahrplan erstellen

·      Ergebnis mit Aussagekraft: Die 7 Prozessschritte

 Ist doch alles besser als nichts, oder? Nein.

Egal wie, Hauptsache die Gefährdungsbeurteilung wird durchgeführt. Wahlweise ein Mitarbeitergespräch, ein Workshop mit einigen Freiwilligen oder wenigsten etwas mit Checklisten. Irgendetwas Brauchbares kommt schon dabei heraus. So wird die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung oft noch in Angriff genommen.

 Wir zeigen Ihnen, wie Sie bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung den Durchblick behalten und gesunde Arbeitsbedingungen schaffen.

 Wie gehen Sie konkret vor?

Bevor Sie mit der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung beginnen, planen Sie alle Schritte Ihrer Vorgehensweise. Legen Sie Methoden und Instrumente zur Ermittlung und Beurteilung der psychischen Belastung schon zu Beginn des Prozesses fest. Und planen Sie auch, wie die Entwicklung, Umsetzung und Wirksamkeitskontrolle der Maßnahmen erfolgen soll.

 Eine strukturierte Planung hilft Ihnen, die Abläufe der Gefährdungsbeurteilung voranzubringen und weiterzuentwickeln.

 Starten Sie mit einer „Grobanalyse“: Wir empfehlen, dass Sie sich zunächst einen Überblick über die psychische Belastung in Ihrem Betrieb verschaffen. Auf dieser Basis bestimmen Sie „Problemschwerpunkte“, die Sie im weiteren Prozess tiefergehender analysieren.

Diese „Feinanalyse“ ermöglicht Ihnen eine passgenaue Erarbeitung von konkreten Maßnahmen.

 Aus unserer Sicht eignen sich für die „Grobanalyse“ Mitarbeiterbefragungen per Fragebogen oder der Einsatz von Prüf- und Checklisten.

Haben Sie Hinweise auf negativ wirkende Belastungen gefunden, konkretisieren Sie diese Hinweise für die Maßnahmenentwicklung in Workshops oder Beobachtungsinterviews. Beachten Sie auch diesen Folgeschritt in Ihrer Gesamtplanung.

 Eine Universallösung für die Analyse gibt es nicht. Schon bei der Auswahl der Erhebungsmethode gilt es, unterschiedliche Faktoren, wie bspw. Unternehmensgröße, konkrete Problemlagen, Eindrücke zum Betriebsklima oder die Nutzbarkeit bereits vorhandener Mitarbeiterbefragungen zu berücksichtigen.

 empazio berät Sie gerne bei der Auswahl der aussagekräftigsten Methode für Ihren Betrieb. Mehr Informationen dazu finden Sie unter Strategieberatung .

 Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung leicht gemacht 

Die 7 Prozessschritte

Eine erfolgreiche Gefährdungsbeurteilung ist immer ergebnisorientiert. In jedem der 7 aufeinanderfolgenden Prozessschritte definieren und vereinbaren Sie Ergebnisse, die den nachfolgenden Schritt einleiten.

 Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist als Prozess einzelner Vorgehensschritte angelegt, die – Schritt für Schritt – zu durchlaufen sind.

 So geht es:

1.     Festlegen von Tätigkeiten / Arbeitsbereichen

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Tätigkeiten und Arbeitsbereiche, die in Bezug auf die psychische Belastung gleichartig sind. Dies kann zum Beispiel über Stellen- und Tätigkeitsbeschreibungen geschehen. Danach bilden Sie Einheiten, die dann gemeinsam beurteilt werden sollen.

2.     Ermittlung psychischer Belastung

Die mit der Tätigkeit verbundene Belastung wird nun über die von Ihnen ausgewählten Verfahren ermittelt und dargestellt.

3.     Beurteilung psychischer Belastung

Jetzt wird beurteilt, ob angesichts der ermittelten Belastung Maßnahmen zur Veränderung der Arbeitsbedingungen erforderlich sind.

4.     Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen

Haben Sie im Ergebnis der Beurteilung Gestaltungsbedarf festgestellt, entwickeln Sie jetzt auf die Beurteilung bezogene Maßnahmen.

Die Umsetzung der Maßnahmen sollte zeitnah beginnen. Wir empfehlen, nicht alle Problemfelder gleichzeitig zu bearbeiten, sondern Schwerpunkte nach Dringlichkeit, Anzahl der betroffenen Beschäftigten und Umsetzbarkeit zu setzen.

5.     Wirksamkeitskontrolle

Ein oft vernachlässigter Schritt. Hier bringen Sie in Erfahrung, ob sich Ihre Anstrengungen, die Sie mit der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung unternommen haben, gelohnt haben.

6.     Dokumentation

Eine kontinuierliche Information Ihrer Teams stellt Transparenz und Vertrauen her. Gleichzeitig dient die Dokumentation dem Nachweis der gesetzlichen Pflicht.

7.     Fortschreibung

Aktualisieren Sie die Gefährdungsbeurteilung, wenn sich die Gegebenheiten in Ihrem Unternehmen ändern.

 Erfolgsfaktoren

·      Schritt für Schritt vorgehen

·      Prioritäten setzen und Fokus finden

·      In jedem Prozessschritt wichtig: Information und Beteiligung Ihrer Teams

 Ist die Komplexität der Gefährdungsbeurteilung erst einmal reduziert, erhalten Sie einen klaren übersichtlichen Prozess.

 In jedem Schritt erzielen Sie wirkungsvolle Ergebnisse, die Ihre Teams motivieren und Ihr Unternehmen gleichzeitig wirtschaftlich stärken. Und das sind nun einmal die zentralen Aufgaben der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung, auch und gerade im digitalen Umfeld.

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Dr. Ina Rosemeier

Seit über 17 Jahren befasse ich mit dem, was mich am meisten fasziniert: Bewegung und Gesundheit. Bewegung ist für mich gleichermaßen Motor und Herzensangelegenheit. Ich möchte den Menschen, mit denen ich zusammen arbeite, Impulse geben, sich zu bewegen und ihr Leben aktiv zu gestalten.

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