Strategie

"Wir wollen agiler werden!"

November 20, 2018

Wie fangen wir an?


Preview:

Agilität ist ein Zukunftskonzept

Agil sein ist einfacher als viele denken und mehr als eine Projektmanagementmethode

Die eigene Route finden

Klarheit und Orientierung bestimmen den Weg


Eine typische Situation: Vor kurzem kam der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens zu uns. Er erzählte, dass die Produktentwicklung seines Unternehmens nicht schnell genug sei. Der Markt fordere inzwischen kurze Entwicklungszyklen, die sie nicht liefern könnten. Er habe Sorge, dass sein Unternehmen in ein paar Jahren nicht mehr konkurrenzfähig ist.

Eine Veränderung musste her. „Wir müssen agiler werden!“ war die Idee.

Mit diesem Gedanken ist der Geschäftsführer nicht allein. Agilität scheint für viele Unternehmen ein Rettungsanker zu sein. Klar, weil starre Strukturen dem dynamischen Markt nicht mehr gerecht werden. Und schnellere Prozesse den Unternehmenserfolg sichern.

Viele unserer Kunden haben mit den wachsenden Herausforderungen einer sich immer schneller drehenden Arbeitswelt und veränderten Marktbedingungen zu tun. Das Thema digitale Transition ist für sie zentral. Gleichzeitig mit großer Unsicherheit verbunden.

Mit diesem Beitrag möchten wir im Dschungel von Managementmethoden Klarheit und Orientierung geben. Wir möchten zeigen, dass agil sein mehr ist als eine Methode.

Agilität ist ein Zukunftskonzept, dass den Blick auf die Menschen richtet, die das Unternehmen tragen.

Was ist agil und was bedeutet Agilität?

Hören Sie einmal in sich hinein:

• Was verbinden Sie mit „agil sein“?
• Was löst der Begriff „Agilität“ in Ihnen aus?

Wir fragen das oft in Strategie-Gesprächen. Die Antworten unserer Kunden sind ähnlich. Mit agil wird im ersten Schritt „schnell“, „flexibel“ und „beweglich“ assoziiert. Im zweiten kommt dann „selbstorganisiert“ hinzu. Konkret heißt es: „Die Mitarbeitenden sollen Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen“.

Später folgt „Hierarchien werden abgebaut“, „es gibt keine Regeln mehr“ und „alle machen was sie wollen.“ Spätestens an dieser Stelle setzt Unsicherheit ein. Wie soll agil gehen, wo doch schon mit Hierarchien und Entscheidungsträgern einiges schiefläuft?

Die Energie im Unternehmen steigt

Das Agilität im Wirtschaftskontext bedeutet, dass Unternehmen schneller auf Marktveränderungen reagieren können, ist richtig assoziiert. Nur heißt das eben nicht, dass es in agilen Unternehmen plötzlich keine Strukturen und Regeln mehr gibt.

In der agilen Arbeitsweise geht es um mehr, als nur um organisatorische Prozesse.

Vielmehr sind es soziale und kommunikative Aspekte, die die agile Arbeitsweise kennzeichnen. Kommunikation und Reflexion stehen im Fokus. Und das macht Agilität besonders. Sie ist eine dem Menschen zugewandte Unternehmensphilosophie.

Agilität ist ein Zukunftskonzept

Wir haben unser empazio®-Verständnis von Agilität in der Zusammenarbeit mit einem IT-Unternehmen, dass wir beim Übergang von einem klassisch geführten Unternehmen hin zu einem agilen Unternehmen begleiten, entwickelt und verfeinert.

Wir verstehen Agilität als einen Regler, der unterschiedliche Stufen einnehmen kann. Der sich immer an den Bedürfnissen des Unternehmens orientiert.
Agil zu werden ist ein individueller Prozess, der sich am bereits vorhandenen Gerüst ausrichtet und immer wieder neu ausrichtet.

Unsere empazio®-Definition von Agilität lautet so:
Agilität ist die Fähigkeit von Unternehmen, Teams und Menschen in einem dynamischen und unsicheren Umfeld flexibel, anpassungsfähig und schnell zu handeln. Dazu werden unterschiedliche Methoden genutzt, die es Menschen einfacher machen, flexibel zu denken und sich agil zu verhalten. Agilität bedeutet auch, dass sich Menschen in Unternehmen sicher und leistungsfähig fühlen.

Die eigene Route finden

Auch wenn es das Ziel ist, das Unternehmen umzustrukturieren und neu aufzustellen, so ist es aus unserer Sicht nachhaltiger und effizienter, das Vorhandene im ersten Schritt auf Wiederverwertbarkeit zu prüfen.

Der Übergang von einem klassisch geführten Unternehmen hin zu einem agilen ist mit großen Veränderungen verbunden. Für das Gelingen dieser Veränderungen sind die Menschen verantwortlich. Von ihnen wird eine neue flexible Denk- und Handlungslogik gefordert, die sich entwickeln muss. Dazu braucht es Führung und Anleitung, wie das gehen kann.

Fazit

Agilität ist für jedes Unternehmen interessant. Auch Handwerksbetriebe oder Reinigungsunternehmen profitieren von agilem Arbeiten. Veränderungen in der Unternehmenskultur gelingen, wenn Klarheit herrscht und die Mitarbeitenden von Anfang an in den Transformationsprozess einbezogen werden.

Es gibt kein Patentrezept. Jeder Mensch, jedes Team und jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg in die Agilität finden.
Gleichzeitig können alle Menschen in einem Unternehmen zu jedem Zeitpunkt daran arbeiten, ihr Unternehmen zu einem besseren und erfolgreicheren Ort zu machen.


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Dr. Ina Rosemeier

Seit über 17 Jahren befasse ich mit dem, was mich am meisten fasziniert: Bewegung und Gesundheit. Bewegung ist für mich gleichermaßen Motor und Herzensangelegenheit. Ich möchte den Menschen, mit denen ich zusammen arbeite, Impulse geben, sich zu bewegen und ihr Leben aktiv zu gestalten.

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